Warum kann der Computer das Fehlen eines Diskettenlaufwerks nicht erkennen?

Warum kann der Computer das Fehlen eines Diskettenlaufwerks nicht erkennen?

Ich habe eine Frage, die mich beschäftigt, seit mein Betriebssystem zum ersten Mal eingefroren ist, weil versucht wurde, eine Diskette von einem nicht vorhandenen Laufwerk zu lesen. Warum versuchen Betriebssysteme das überhaupt? Können sie nicht erkennen, dass ein Laufwerk nicht an die Hauptplatine angeschlossen ist?

Antwort1

Die Funktionsweise der alten Diskettenlaufwerke wurde nicht direkt vom Betriebssystem gesteuert, sondern von spezieller Hardware, einem sogenannten Diskettencontroller. Das Betriebssystem forderte den Diskettencontroller auf, von einer Diskette zu lesen, und wenn keine Diskette angeschlossen war, blieb der Controller eine ganze Weile stehen, während er auf die Rückkehr des Signals wartete, wodurch das Betriebssystem wie eingefroren wirkte. Das Betriebssystem hatte keine Kontrolle über diesen Prozess und konnte daher das Einfrieren nicht verhindern.

Der Grund dafür ist, dass die Hardware für Diskettenlaufwerke größtenteils aus den 1970er Jahren stammt, einer Zeit, in der Hardware noch sehr teuer war. Dem Chip eine Funktion hinzuzufügen, die erkennt, ob die Diskette nicht vorhanden ist, war einfach zu teuer. Aus Kostengründen wurde also immer davon ausgegangen, dass die Diskette vorhanden ist. Aus diesem Grund musste im BIOS angegeben werden, welche Diskettenlaufwerke tatsächlich vorhanden waren. Dieser Aspekt der Legacy-Hardware blieb während der gesamten Lebensdauer der Diskette bestehen, da eine Änderung der Hardwarestandards für IBM-Diskettenlaufwerke die Kompatibilität mit verschiedenen Betriebssystemen beeinträchtigen würde.

Antwort2

Normalerweise gibt es meines Wissens kein Problem, wenn die Floppy-Seek-Funktion im BIOS deaktiviert ist. Bei vielen Computern, an denen ich gearbeitet habe, wurde der durch das nicht vorhandene Floppy-Laufwerk verursachte Fehler durch eine Änderung im BIOS behoben.

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